Carlsberg City: Klimaanpassung und Regenwassermanagement in Kopenhagens Altstadt

    Ramboll hat die Revitalisierung der Carlsberg City durch effektives Regenwassermanagement und klimaresiliente Maßnahmen begleitet. Ziel war es, Überschwemmungen zu verhindern und zugleich neue urbane Erholungsräume in Kopenhagen zu schaffen.
    cloudburst park in Carlsberg Byen at Østen for Humlen

    Carlsberg Byen, das ehemalige Brauereigelände im Herzen Kopenhagens, wurde in den letzten zehn Jahren Schritt für Schritt zu einem lebendigen Stadtviertel mit Wohngebieten, Schulen, Einzelhandel und Gewerbeflächen entwickelt.

    Mit der Zunahme von Starkregenereignissen in Kopenhagen hat die Stadt eine Strategie zur Bewältigung von Wolkenbrüchen entwickelt. Das Carlsberg-City-Projekt wurde dabei aktiv in diese stadtweite Planung eingebunden. Ramboll unterstützte das Projekt mit umfassendem Regenwassermanagement und Konzepten zur Rückhaltung, um Überschwemmungen zu verhindern und die nachhaltige Nutzung des Gebiets zu sichern.

    Eine anspruchsvolle Landschaft

    Carlsberg City liegt auf einem kleinen Hügel mit starkem Gefälle: Vom höchsten Punkt im Westen bis zum tiefsten Punkt im Osten fällt das Gelände rund 18 Meter ab. Diese Topografie führt zu hohen Abflussmengen und einem erheblichen Überschwemmungsrisiko in den tiefer gelegenen Bereichen.

    In Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten von Schønherr entwickelte Ramboll städtische Grünflächen, die Regenwasser gezielt zurückhalten. So konnte das Überschwemmungsrisiko reduziert und zugleich attraktive Freizeitflächen für die Bewohner geschaffen werden.

    Kombination von Hochwasserschutz und Erholungsgebieten

    Rambolls Aufgabe bestand darin, das Gebiet auf mögliche Standorte und Größen von Rückhaltebecken zu untersuchen, die Verhandlungen mit den Behörden über die erforderlichen Rückhaltevolumen zu unterstützen, ein hydraulisches Modell für das Gebiet zu erstellen und sowohl das Rohrsystem als auch die Rückhaltebecken zu entwerfen.

    Die Rückhaltebecken können insgesamt 3.000 m³ Regenwasser speichern und damit Starkregenereignisse mit einer statistischen Wiederkehrperiode von bis zu zehn Jahren bewältigen. Sie werden nacheinander über lokale Durchflussregler gefüllt, um das Wasser gezielt zurückzuhalten.

    Das größte Becken, flussabwärts gelegen, kombiniert unterirdischen Speicher mit einer Überlaufmöglichkeit zu einem angrenzenden Fußballfeld. Alle Becken sind so gestaltet, dass sie auch Freizeit- und Erholungselemente integrieren – von Spielplätzen bis zu insektenfreundlichen urbanen Naturzonen. So verbinden sie effektiven Hochwasserschutz mit einem Mehrwert für die Gemeinschaft.

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